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13 April 2021

Deutschland innovativ? Nicht im Verbraucherschutz

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt gehört zu den am stärksten von Betrug betroffenen Märkten

(MÜNCHEN, 27. Mai 2020) – Trotz traditionell starker Autobranche werden die Käufer von Gebrauchtwagen in Deutschland im Stich gelassen: So ist Polizei-Schätzungen zufolge allein jeder Dritte in Deutschland verkaufte Gebrauchtwagen von Tachomanipulationen betroffen. Abhilfe können Gebrauchtwagenhistorien schaffen, wie sie das in München ansässige Unternehmen CARFAX Europe für viele Länder anbietet. Eine strenge Auslegung des Datenschutzes bzw. die Interpretation der Fahrzeugidentifikationsnummer als persönliches Datum verhindern Transparenz und Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf in Deutschland.

So können Käufer von Gebrauchtwagen im Großteil Europas ihren potenziell nächsten Gebrauchtwagen anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) oder gar des Kennzeichens (so z. B. in den Niederlanden, da das Kennzeichen immer mit dem Fahrzeug verbunden bleibt) checken. Informationen über die Herkunft, der Anzahl der Vorbesitzer, Vorschäden, Laufleistung sowie Reparaturen des Fahrzeugs helfen dabei, mehr Vertrauen in den Kauf eines „Gebrauchten“ zu haben. Anbieter wie CARFAX Europe stellen den Kunden innerhalb von Sekunden nach Eingabe der FIN die entsprechenden Informationen übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Der Gebrauchtwagenmarkt wird so transparenter und sicherer.

Die laut der Nachrichtenagentur Bloomberg vermeintlich innovative Wirtschaftsnation Deutschland sperrt sich jedoch aktiv dagegen, nicht-personenbezogene Daten zu Fahrzeugen Spezialisten wie CARFAX Europe zur Verfügung zu stellen. „In anderen Europäischen Ländern ist dies seit vielen Jahren Standard. Für den deutschen Gebrauchtwagenmarkt bedeutet dies in der Konsequenz einen Freifahrtschein für Manipulationen und Betrug“, so Frank Brüggink, Gründer und Geschäftsführer der CARFAX Europe GmbH.

Laut Frank Brüggink, der seit Jahren bei den verantwortlichen Ministerien für einen offenen Umgang mit fahrzeugbezogenen Daten wirbt, sei die technische Infrastruktur für die Nutzung der Daten bereits vorhanden. „Eine einfache und schnell umsetzbare Lösung bestünde darin, die entsprechenden Daten des Zentralen Fahrzeugregisters als Open-Data zu behandeln. In den Niederlanden konnte so das Problem der Tachomanipulation nahezu vollständig ausgemerzt werden“, so Brüggink.

Der Ball liegt eindeutig beim Gesetzgeber. Dieser müsse den rechtlichen Rahmen schaffen, damit der Gebrauchtwagenmarkt endlich sicherer gemacht werden kann. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm, allein durch Tachomanipulationen wird im Schnitt ein wirtschaftlicher Schaden von 3.000 Euro pro Fahrzeug generiert.

Abb.: Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern zählt die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) als personenbezogenes Datum – und verhindert damit einen aktiven Verbraucherschutz auf dem größten Gebrauchtwagenmarkt Europas. (Grafik: CARFAX Europe GmbH)

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